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Türkbükü – Bodrum

Bucht von Türkbükü - In Türkbükü wird der Reichtum gezeigt

Stars, Tratsch und Dolce Vita

"Nehmen wir das kleine schnelle, oder das Schiff", mit solchen Fragen plagen sich die Leute in Türkbükü. Das einstige Fischerdorf ist aktuell vielleicht der mondänste Ort in der Türkei. Wir laden Sie zu einer kurzen Stippvisite ein.

Das Fischerdorf Türkbükü lag bis vor wenigen Jahren im Dornröschenschlaf, denn kein Weg führte dorthin, oder so gut wie kein. Wir konnten Türkbükü nur über das Meer erreichen. Romantisch, nicht? Das mögen sich auch viele gestresste Milliönare und Millardäre gedacht haben.

Der größte Luxus ist mittlerweile nicht erreichbar zu sein. Da liegt es auf der Hand einen möglichst unzugänglichen Ort als Zweitwohnsitz auszusuchen, neben Paris und Moskau. Türkbükü war ein kleiner in sich abgeschlossener Mikrokosmos, der uns vielleicht an das kleine gallische Dorf aus der Welt der Comics erinnert. Fremde waren eine kleine Sensation, denen mit einer ordentlichen Portion Misstrauen begegnet wurde. Die wenigen Touristen, die sich nach Türkbükü verirrten trugen Shorts oder tief ausgeschnittene Dekolletés, was ein Beweis dafür war, dass die Welt „da draußen“ aus den Fugen geraten war.

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Aber die Verlockung war sehr groß, denn die Eindringlinge warfen mit Dollarbündeln nur so um sich. Also verkaufte man ihnen Grundstücke, Äcker und Brachland am Hang, das eigentlich nutzlos war - und zwar für viel Geld. Das kleine Dorf wechselte die Kleider und nun bekommt man keinen Tee mehr, außer in verschnörkelten Tassen inklusive Set bestehend aus 14 Teilen, stattdessen werden Cocktails und Champagner gereicht.

In der Bucht wippen die 20-Meter-Yachten der Möchtegerne und etwas weiter draußen liegen dann die Schiffe der anonymen Gesellschaft. Die türkische Regenbogenpresse hält einen ständig auf dem Laufenden, welche Prominenz sich vor Ort aufhält, wobei die Stars sich tummeln müssen erwähnt zu werden, bei soviel Konkurrenz.

Türkbükü ist eine internationale Destination, obwohl die Prominenz und das Geld aus der Türkei stammt. Hier sprechen die Menschen mehrere Sprachen, und es ist gängige Tischsitte, dass man sich auf Englisch (oder auch Französisch, Deutsch oder Italienisch) unterhält, wenn ein Fremder den erlauchten Kreis betritt.

Türkbükü Strandabschnitt der Holzklasse
Foto: Türkbükü - Strandabschnitt der Holzklasse | © Bodrumurlaub.com

Diese Beschreibung soll weder abschrecken, noch bekräftigen, sondern den Kontrast hervorhaben. Ein Teil der alten Türkbüku ist nach vorhanden, auf der anderen Seite des Ortes. Am alten Ortseingang, wo die Fischerboote parken, grenzen einige Bauernhöfe direkt an den Yachthafen. Weshalb es zu lustigen Begegnungen kommt, zwischen Rindern und Bodyguards, Damen und Hennen.

An diesem CLASH OF CULTURES ist auch die Hafenbehörde angesiedelt. Davor sitzen meist sehr ruhige Zeitgenossen, wenn sie nicht zur See sind, und schweigen sich gegenseitig an. Die meisten Fischer haben es ohnehin nicht mehr nötig ihre Netze auszuwerfen, denn sie können sich durch die Veräußerung der Grundstücke ihre Boote vergolden lassen. Aber solches Gehabe ist nicht ihr Ding. Zudem mögen sie ehr Tee, und keine Cocktails.

Der Strandabschnitt von der Hafenbehörde bis zum Bodrum Belediye Cafe ist lediglich chic. Dort verbringt die Holzklasse ihren Urlaub, jene, die erzählen werden, dass sie in Türkbükü Urlaub gemacht haben. Es ist Prestigereich, aber es zeugt auch von Geschmack, denn Türkbükü hat Stil. Hier wird auf ganz kleine Details geachtet, die sonst in der Türkei untergehen. Hier sitzt und passt alles, vom Handwerk bis zum dekorierten Teller. Die Türsteher sind sehr zurückhaltend, denn jede unangebrachte Äußerung kann sie den Job kosten. In Türkbükü achtet man sehr penibel darauf, Gästen zwar jeden Wunsch zu erfüllen, allerdings mit einer respektvollen Distanz. Dies ist vielleicht das bestehendeste Merkmal.

In Türkbükü ist man nicht "my friend", sondern SIR, oder Madame. Auch am ersten Strandabschnitt, der sich für die Prominenz nicht schickt. Selbst auf dem Wochenmarkt (Montags) bleiben die Händler zurückhaltend, und der ganze Plastikmüll, in Form von Souvenirs, wird erst gar nicht angeboten. Den einen Stand am Ende des Basars zählen wir einfach nicht mit. Die Preise in den Boutiquen oder bei den Schmuckdesignern sind moderat. Denn nach Türkbükü kommt man nicht zum shoppen, sondern zum nicht gesehen werden. Auf dem Wochenmarkt ist selbstverständlich alles "organic", und dies mag zum Teil sogar stimmen.

Die Mitte der Bucht bildet das Belediye Cafe, sowie der Fluss, der ins Meer mündet. Hier teilt sich der Strand und die Gesellschaft in wohlhabend und reich. Den geschützten Hafen von Türkbükü nutzen schon die Lykier, wenn starke Westwinde aufkamen. Heute ist dieser Teil des Ortes der sichere Hafen für das Geld.

Ironischerweise ist der öffentliche Strand der schönste Teil der Küste. Während die tollen Restaurants und Beach Bars aus Platzmangel auf Holzplattformen gebaut wurden. Es stehen lediglich Leiters ins Meer zur Verfügung, während die Normalsterblichen Sandburgen bauen und ihre Füsse vom feinen Quarz massieren lassen können. Aber für Letzteres gibt es auf der anderen Seite Masseure.

In Türkbükü sind einige der teuersten Restaurants und Bars der Bodrum Halbinsel angesiedelt. Das Ambiente geht von stilvoll bis extravagant und die Qualität ist bestens, denn obwohl es im Sommer recht voll wird, handelt es sich trotzdem um einen relativ kleinen Kreis, und dieser redet gern und viel. Größere Schnitzer können sich die Betriebe nicht leisten. Selbst der kleine Maiskolbengrill am öffentlichen Strandabschnitt versucht diesen Standart zu halten.

Alles in Allem ist Türkbükü ein feiner Ort für feine Ferien. Am Abend werden die Stege im Übrigen umfunktioniert, emsig werden Holztische angekarrt, Tischdecken darüber geworfen und mit Kerzen dekoriert, womit der Rahmen für ein romantisches Dinner hergestellt ist.

Machen Sie am Vormittag eine kleine Wanderung und erkunden Sie das Gebiet. Besuchen Sie die alten Zisternen und Felsengräber, die am Ortseingang sind. Dann werden in großen Fäßern Feuer entzündet und dies vermittelt eine Atmosphäre zwischen Piratenfest und Robinson Romantik. Aber die Show hält sich in Grenzen, denn das Kapital ist sehr schreckhaft, wie Sie sicher wissen. Ein Knall zuviel und die Prominenz könnte weiter wandern. Ins nächste Fischerdorf.

Vielleicht interessiert Sie auch der Nachbarort Göltürkbükü?

Tipp Fischrestaurants

Die zum Teil heftigen Preisunterschiede resultieren auf der Tatsache, dass Fangfisch, wie auch Zuchtfische angeboten werden. Sie können fragen, um welche Art es sich handelt. Wird der Fisch gegrillt, kann man eigentlich keinen Unterschied herausschmecken. Die Zuchtfische, die in dieser Gegend angeboten werden sind sehr gut. Wenn jemand behauptet, er schmecke den Unterschied, dann lassen Sie sich das am Besten vorführen. (Der Verlierer bezahlt die Zeche)

Bootsausflüge

Von Türkbükü aus können Sie tolle Bootsausflüge machen. Die meisten Boote legen um 10:00 morgens ab und erreichen den Ort wieder am Spätnachmittag gegen 17:00 Uhr. Es werden einige Inseln angefahren und in der Fahrt ist meist auch ein Mittagessen und Tee bzw. Kaffee am Nachmittag enthalten. Alles in Allem eine nette Art einen Urlaubstag zu verbringen.

Museen

In Türkbükü gibt es seit kurzem ein Museum für „historische Figuren und Modelle“. Was auch immer sich hinter diesem Namen verbirgt, wir haben es weder besucht noch hinterfragt. Erzählen Sie es uns und unseren Lesern.

Verkehr

Die Küstenstraße ist während der Hochsaison für Autos gesperrt.